Robbe Blue Star 1997 von Werner Fischer

Robbe Blue Star 1997 von Fischer Werner Kempten
Robbe Blue Star 1997 von Fischer Werner Kempten DSCN1425 Robbe Blue Star 1997, Schiffsmodell mit Kehrer Jet Antrieb und echten Problemen, von Fischer Werner, Kempten.

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Gastfotos von Werner Fischer

Diese Fotos wurden von Hr. Werner Fischer aus Kempten bereitgestellt.

Danke für den Beitrag.

Robbe Blue Star 1997 von Werner Fischer


Robbe Blue Star 1997
Jeder Hersteller von Schiffsmodellen wollte zu der Zeit seinen Kunden etwas in Sachen Jet (Wasserstrahlantrieb) anbieten. So natürlich auch Robbe. Durch meine guten Beziehungen zu Wolfgang Kehrer in Berlin hatte ich bis zum erscheinen der Blue Star bereits gefühlt etwa 15 von diesen Antrieben in verschiedenste Modelle eingebaut. Das Modell interessierte mich schon deswegen nicht, weil wer ähnliche Originale von Jachten in dieser Größe kennt sehr schnell merkt daß hier die Proportionen einfach nur seltsam sind. Bereits kurz nach erscheinen vom Modell auf der Spielwarenmesse Nürnberg eischeint in einer Zeitschrift ein Praxis Test. Das vorgestellte Modell ist noch nicht einmal mit den Aufklebern versehen, das Fazit im Anschluß ganz prima. Monate später besuche ich die Modellbaukollegen in der Schweiz bei einem Schaufahren. Die Messeneuheit der Fa. Robbe wird groß angekündigt und soll vom Außendienstmitarbeiter des Herstellers persönlich vorgeführt werden. Ein spannender Moment sicherlich für viele. Ich kannte ja die Antriebe zur Genüge und war mal gespannt. Das Boot im Wasser, den Knüppel am Sender auf Vollgas gelegt und gestaunt. Der Hochleistungsmotor kreischt in den höchsten Tönen, das Boot bewegt sich keinen Zentimeter bis dann einer mit dem Finger das Heck runterdrückt. Das ganze Volk erschrickt als das Boot wie aus der Kanone geschossen wild spritzend im Zick Zack davonprescht um anschließend nach einem wilden Dreher wieder laut kreischend mitten auf dem See zum stehen kommt. Jeder Versuch, das Boot mit eigenem Antrieb zurückzuholen mißlingt. Das Ruderboot mußte her. Wieder zurück an Land wurde Ursachenforschung betrieben. Die Akkuhalterungen nach Plan eingebaut waren viel zu weit vorn, der Jet wurde nicht richtig geflutet und der wild drehende Impeller verteilte das ankommende Wasser zu gleichen Teilen nach vorn und hinten. Was für eine Blamage...

Robbe Blue Star 1997 von Fischer Werner Kempten
Robbe Blue Star 1997 von Fischer Werner Kempten DSCN1425 Robbe Blue Star 1997, Schiffsmodell mit Kehrer Jet Antrieb und echten Problemen, von Fischer Werner, Kempten.

Robbe Blue Star 1997 von Fischer Werner Kempten
Robbe Blue Star 1997 von Fischer Werner Kempten DSCN1426 Robbe Blue Star 1997, Schiffsmodell mit etwas seltsamen Proportionen und miesen Fahreigenschaften, von Fischer Werner, Kempten.

Robbe Blue Star 1997 von Fischer Werner Kempten
Robbe Blue Star 1997 von Fischer Werner Kempten DSCN1427 Robbe Blue Star 1997, Schiffsmodell nach Herstellerangaben gebaut bereit zur Wasserschlacht, von Fischer Werner, Kempten.

Robbe Blue Star 1997 von Fischer Werner Kempten
Robbe Blue Star 1997 von Fischer Werner Kempten DSCN1428 Robbe Blue Star 1997, Schiffsmodell von mir abgeändert mit einwandfreien Fahreigenschaften, von Fischer Werner, Kempten.



Im Laufe des Nachmittags wurden im Heck reihenweise Steine gebunkert um wenigstens ein bischen fahren zu können. Was mir aber aufgefallen war, das Boot lief nicht geradeaus. Wild um sich spritzend versuchte es ständig nach rechts oder links auszuweichen. Vergiss es, so was brauche ich nicht. Wieder einige Zeit später erscheint in einer anderen Fachzeitschrift erneut ein Testbericht. Hier hat man das Problem zwar erkannt, aber anstatt das Gewicht der Akkus nach hinten zu verlagern wird im Heck ordentlich Blei gebunkert. Bei einem Sportboot eine tolle Idee. Jetzt wollte ich es wissen und besorgte mir selbst solch einen Kasten. Es hatte sich wohl langsam rumgesprochen und die Preise fielen deutlich. Für Testzwecke gibt es bei mir keinen festen Platz für die Akkus. Alles wird großzügig mit Klettbändern gehalten und kann problemlos verlagert werden. Das Anfahrproblem war nicht mehr vorhanden, lediglich das enorme Spritzwasser nervte. Nach jeder noch so kurzen Fahrt sah das Boot aus wie unter einem Wasserfall durchgefahren. Das Unterwasserschiff angesehen und festgestellt daß die einfachsten Regeln nicht eingehalten wurden. Mit nur wenig Aufwand brachte ich dem Modell ausgezeichnete Manieren bei und Robbe ließ die Blue Star fallen. Das gleiche Boot gibt es heute unter anderem Namen und mit Oberflächenantrieb. Mein Modell fand sehr schnell einen neuen Besitzer und für mich ist es bis heute mein letztes Modell aus dem Hause Robbe geblieben.


Danke an Hr. Werner Fischer für den Beitrag.