Wiggensbach 22.02.2016

Ausflug am 22.02.2016 nach Wiggensbach

St. Pankratius in Wiggensbach
St. Pankratius in Wiggensbach St. Pankratius in Wiggensbach von Karlheinz Chmiel, 22.02.2016 Copyright.

Meine Fotos entstehen bei den üblichen Gelegenheiten wie z.B. Urlaub, Ausflügen, Familien- und Betriebsfesten, oder Spaziergängen. Dabei versuche ich, Motive zu entdecken und diese gut umzusetzen. Reine „Foto-Safaris“, bei denen man stundenlang auf das bestmögliche Motiv hinarbeitet, unternehme ich nicht…

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Wiggensbach ist ein Markt im schwäbischen Landkreis Oberallgäu.
Ausflug am 22.02.2016
Copyright by Karlheinz Chmiel 2016.



Mitten in der Ferienregion Allgäu liegt die Gemeinde Wiggensbach mit ihren 2 Ortsteilen Ermengerst und Westenried, sowie 72 Weiler und Einöden in einer Lage zwischen 850 - 1.077 m ü.n.N. "Hier fühlen wir uns wohl" hört man nicht nur aus dem Mund von 4600 Wiggensbachern sondern ebenso von Urlaubern und Gästen, die Erholung und Entspannung in Wiggensbach suchen.
Ist es die gepflegte Allgäuer Landschaft, die gute Infrastruktur oder das vielfältige Vereinsleben? Ist es das schmucke Ortsbild, die beachtenswerte Gastronomie oder die sorgfältige bauliche Entwicklung? Viele Faktoren tragen zur besonderen Atmosphäre des Ortes bei."Wohnen, wo andere Urlaub machen". Wiggensbach ist eine ländlich geprägte Gemeinde, die durch eine Vielzahl von Geschäften und mittelständischen Handwerks- und Gewerbebetrieben über eine beachtliche Finanzkraft verfügt. Eine ausgewogene Infrastruktur für Gross und Klein sind ideale Voraussetzungen für eine lebens- und liebenswerte Wohngemeinde.



St. Pankratius in Wiggensbach

St. Pankratius in Wiggensbach
St. Pankratius in Wiggensbach St. Pankratius in Wiggensbach von Karlheinz Chmiel, 22.02.2016 Copyright.



Pfarrkirche St. Pankratius in Wiggensbach

Die alte Kirche.
Von der mittelalterlichen Pfarrkirche gibt es kaum schriftliche Zeugnisse. Der Turm mit Satteldach und rundbogigen Klangarkaden wird dem späten Mittelalter zugerechnet; die Tradition dieser auf die Romanik zurückgehenden Form hat sich im Allgäu bis in die Zeit der ausklingenden Gotik erhalten. Im Untergeschoss (ausgebrochenes Kreuzgratgewölbe) befand sich bis nach 1770 die Sakristei; der Zugang zum Glockengeschosserfolgte über eine Treppe vom Chorraum aus (Öffnung seit 1902 durch das Chorgestühl verdeckt). 1612 erscheint die Nachricht, dass die Kirche einzustürzen drohe. Von einer Instandsetzung in dieser Zeit rührt wohl ein zugemauertes Querovalfenster zwischen den beiden Nordfenstern des östlichen Langhaus-Armes her.





Pfarrkirche St. Pankratius in Wiggensbach

St. Pankratius in Wiggensbach
St. Pankratius in Wiggensbach St. Pankratius in Wiggensbach von Karlheinz Chmiel, 22.02.2016 Copyright.






Baugeschichte der jetzigen Kirche.
Eine handschriftliche Chronik der Baumaßnahmen, wohl kurz danach entstanden, überliefert wichtige Einzelheiten aus den Jahren 1770 bis 1778. Am 19. April 1770 „hat man innerhalb an der alten Kirche anfangen abbrechen“, tags darauf wurde die alte Orgel abgehoben. Am 21. April brach man den „oberen Giebel“ (Dachstuhl des Langhauses) ab, elf Tage später folgte der Chordachstuhl. Der erste Stein und das Fundament wurden am 1. Juni gesegnet, die Grundsteinlegung durch Fürstabt Honorius Roth von Schreckenstein erfolgte am 12. Juni. Der Stein, der Reliquien deal Märtyrers Placidus und der Gefährtinnen der heiligen Ursula sowie eine in Zinn gestochene Schrift aufnahm, liegt der Beschreibung zufolge „ungefähr 10 oder 12 Schue hoch gegen aufgang, außen in der St. Sebastians Cappellen“ – also an der Ostseite des südlichen Querhauses (Sebastiansaltar), ein deutlicher Hinweis darauf, dass erst hier der eigentliche Neubau begann.





St. Pankratius in Wiggensbach
St. Pankratius in Wiggensbach St. Pankratius in Wiggensbach von Karlheinz Chmiel, 22.02.2016 Copyright.





Das Äußere ist schlicht, fast nüchtern, und lässt trotz der rekonstruierten Fassadenbemalung den Reichtum im Innern nicht vermuten. An beherrschender Stelle des alten Ortskerns erbaut, lag die Kirche bis in dieses Jahrhundert herein innerhalb des mauerumfriedeten Gottesackers, der beim Kirchenbau 1772 erweitert, ab 1911 aber weiter östlich verlegt und abgegraben wurde. Der langgestreckte, durch das Querhaus belebte Bau erhält durch den (mit Kreuz) 36 Meter hohen, trutzigen Turm den notwendigen vertikalen Ausgleich.





St. Pankratius in Wiggensbach









St. Pankratius in Wiggensbach
St. Pankratius in Wiggensbach St. Pankratius in Wiggensbach von Karlheinz Chmiel, 22.02.2016 Copyright.





Abgewalmt ist das Satteldach von Querhaus und Westarm, ebenso der zweistöckige Sakristeianbau im Osten; der Chorschluss weist ein dreiseitig gebrochenes Walmdach auf. Der spätmittelalterliche Satteldachturm im nördlichen Chorwinkel besteht aus heute weitgehend offenliegendem Roll- und Bruchsteinmauerwerk, das Spuren einstigen Putzes und einer Bemalung an Ecken und Schallöffnungen erkennen lässt (alter Zustand auf einem Aufriss vom Jahre 1831 festgehalten). Die Umgebung der Kirche ist jetzt mit Pflasterung und neuen Aufgängen würdig gestaltet worden und trägt dem ortsbaulichen Mittelpunkt des Marktes Rechnung.


St. Pankratius in Wiggensbach

DER RATSCH-KATHL-BRUNNEN IN WIGGENSBACH




DER RATSCH-KATHL-BRUNNEN IN WIGGENSBACH
Franz Xaver Knoll 1859 – 1930, Zeichner, Karikaturist, Gebrauchsgrafiker, Pädagoge und Künstler aus Wiggensbach liebte beim Aufbau seiner satirischen Zeichnungen die Form einer Pyramide, wie bei einem großen Denkmal. Es wimmelt nur so von allerlei Figuren, die alle ihre charakteristischen Eigenschaften zeigen in Gestalt, Bewegung und Ausdruck.






Der Ratsch-Kathl-Brunnen in Wiggensbach
Der Ratsch-Kathl-Brunnen in Wiggensbach Der Ratsch-Kathl-Brunnen in Wiggensbach von Karlheinz Chmiel. 22.02.2016 Copyright.






So auch in seiner Zeichnung „Die Neuigkeit“ vom Jahre 1888. Sie wurde Vorbild für den Wiggensbacher Marktplatzbrunnen. Auch in Wiggensbach begegnet man sich beim Einkaufen, wohl nicht mehr bei der Krämerin wie in Knolls Zeichnung, doch es gibt dazu genügend andere Gelegenheiten. So nebenbei erfährt man eben eine interessante Neuigkeit – und sie wird prompt weitererzählt und nicht unbedingt nur durch die „Ratsch-Kathl“!




Der Ratsch-Kathl-Brunnen in Wiggensbach
Der Ratsch-Kathl-Brunnen in Wiggensbach Der Ratsch-Kathl-Brunnen in Wiggensbach von Karlheinz Chmiel. 22.02.2016 Copyright.



Der Bildhauer Josef Michael Neustifter aus Eggenfelden in Niederbayern setzte im Jahr 2000 Franz Xaver Knolls Zeichnung „Die Neuigkeit“ in Bronzeguß um. Er mußte wegen der Schwierigkeit der Herstellung der Gußformen und sicher auch aus Platzgründen das Gesamtbild etwas vereinfachen, dafür aber das rückwärtige Halbrund des Aufbaues ergänzen. Die große runde Bodenplatte des „Denkmals“ wird getragen von einem Hühnerkäfig, durch den munter das Wasser sprudelt und aus dem heraus die Hühner ihre Hälse strecken und ihre Schnäbel zur Verkündigung der großen Neuigkeit, aufreißen.


Der Ratsch-Kathl-Brunnen in Wiggensbach
Der Ratsch-Kathl-Brunnen in Wiggensbach Der Ratsch-Kathl-Brunnen in Wiggensbach von Karlheinz Chmiel. 22.02.2016 Copyright.



Hier ist ihr Ausgangspunkt, die Quelle. Die Krämerin hörte sie und kann sie auch gleich weitererzählen. Eine Kundin hört mit Interesse zu. Der Friseur, der gerade dabei ist, mit Schwung sein Rasiermesser zu wetzen, muß unbedingt das Neueste wissen. Seine Kunden warten darauf. Auch der Schornsteinfeger ist daran interessiert, denn er kommt in jedes Haus und man erwartet von ihm, daß er etwas Neues weiß. Eine Kundin erzählt die Neuigkeit gleich einer anderen. Und viele – ganz verschiedenen Standes – warten darauf zu erfahren, was es Neues gibt. Auf der mittleren Etage des Aufbaues wird die Nachricht in die Ferne geschickt, Blechtrommel und Sensationsblatt helfen dabei.






Der Ratsch-Kathl-Brunnen in Wiggensbach
Der Ratsch-Kathl-Brunnen in Wiggensbach Der Ratsch-Kathl-Brunnen in Wiggensbach von Karlheinz Chmiel. 22.02.2016 Copyright.






Auf dem Ortswappen ist das Ereignis dargestellt:
Der Gockel hat ein Ei gelegt.
Ganz oben wird die Neuigkeit von Engelchen verkündet, mit dem vollen Klang der Posaune wird sie überall hörbar und das Läuten der Kirchturmglocke trägt sie in die Welt. Denn jeder muß es wissen: „Der Gockel hat ein Ei gelegt“!
„ Ist das wahr oder nur ein Gerücht“? „Da müssen Sie die Hühner fragen“!







Der Ratsch-Kathl-Brunnen in Wiggensbach
Der Ratsch-Kathl-Brunnen in Wiggensbach Der Ratsch-Kathl-Brunnen in Wiggensbach von Karlheinz Chmiel. 22.02.2016 Copyright.

Gasthof Zum Hirsch in Wiggensbach



Gasthof Zum Hirsch in Wiggensbach.
Der Gasthof ist schon seit dem Jahre 1681 im ganzen Allgäuerland als Bockswirtschaft bekannt.



Gasthof Zum Hirsch in Wiggensbach
Gasthof Zum Hirsch in Wiggensbach Gasthof Zum Hirsch in Wiggensbach von Karlheinz Chmiel. 22.02.2016 Copyright.

Gasthof Zum Hirsch in Wiggensbach
Gasthof Zum Hirsch in Wiggensbach Gasthof Zum Hirsch in Wiggensbach von Karlheinz Chmiel. 22.02.2016 Copyright.